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Zertifizierungskurs für Ökologie und Sicherheit im Kanusport in Bad Emstal
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26 Vereinsvertreter aus verschiedenen hessischen Kanuvereinen trafen sich zu einer Weiterbildung in Ökologie- und Sicherheitsfragen am 24.-26.3.06 im Naturfreundehaus Bad Emstal . Das Naturfreundehaus in Bad Emstal ist mit ca. 40 Betten und mehreren Gruppen- und Seminarräumen mit entsprechendem Equipment hervorragend für solche Veranstaltungen geeignet. Der ansässige Verein Freie Kanu-Sportler e.V. sorgte für das leibliche Wohl der Gäste. Im Backhaus der Naturfreunde wurden unter anderem Flammkuchen, Spare-Rips mit Backkartoffeln und Brote aus Natursauerteig gebacken. Der Freitagabend war für das gemeinsame Kennenlernen bestimmt. Außerdem stimmte man sich mit interessanten Bildern und Filmen auf die Seminarthemen ein. An den folgenden Tagen gaben folgende Referenten den Teilnehmern Einblicke in Ökologie- und Sicherheitsfragen:
Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V..
Fischereiverband Kurhessen e.V. Herr Reubert und Herr Herrmann zeigten uns hervorragende Präsentationen mit Bildern, die teilweise mit Vogelstimmen unterlegt waren. Die Problematik, die durch den Umweltschutz und die Nutzung der Gewässer entstehen, wurde dabei aufgezeigt.
Regierungspräsidium Kassel
Hessischer Kanu Verband
Hessischer Kanu Verband Bezirk Nordhessen
DLRG Stadtverband Kassel
Wasserschutzpolizei Bei den anschließenden Diskussionen war man sich einig, dass sich gerade die Kanuten der Problematik der Übernutzung unserer Gewässer stellen müssen, um auch in Zukunft in einer intakten Natur ihren Sport ausüben zu können. Seminare dieser Art leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Komplette Sperrungen sind keine Lösung, sondern nur eine Verlagerung des Problems auf andere Flussläufe mit daraus resultierender Übernutzung auf anderen Gewässern. Vor allem unsere Jugend muss auch weiterhin die Möglichkeit haben, sich in der Natur zu bewegen, um überhaupt das nötige Gespür für Umweltschutz zu erlangen. So soll speziell für Kinder und Jugendliche vom Hessischen Kanu Verband in diesem Jahr ein Öko- und Sicherheitslehrgang angeboten werden. Als großes Problem sieht man die Gelegenheitspaddler der Bootsverleiher an. Diese Paddler werden von den Verleihern in der Regel nur kurz eingewiesen und das Umweltbewusstsein lässt oft zu wünschen übrig. Bedingt durch die wirtschaftlichen Interessen der Bootsverleiher ist der Nutzungsanteil dieser Gruppe wesentlich höher als bei den Kanusportlern. Das spiegelt sich auch in der geplanten Kontingentierung der nordhessischen Fließgewässern wieder. Wenn man bedenkt, dass Bootsverleiher in der Regel hauptsächlich Kanadier mit ca. 4 Personen Besatzung einsetzen, ist die Nutzung um ein Vielfaches höher, als durch die organisierten Vereine, welche in der Regel mit 1er Kajaks die Gewässer befahren. Auf besonders schutzwürdige Gewässer, sind die Kursteilnehmer einhellig der Meinung, sollten nur gut ausgebildete Kanuten paddeln dürfen, als Zertifizierung könnten Seminare wie der Öko- und Sicherheitslehrgang dienen. Zur Ausbildung oder bei Kanufahrten mit Leihbooten sollte je nach Gruppengröße mindestens ein verantwortlicher gut ausgebildeter Gruppenleiter die Anfänger auf der gesamten Strecke begleiten. Nur so kann sichergestellt werden, dass Anfänger Umweltauflagen beachten und sicher Ihr Ziel erreichen. Sicherheit im Kanusport ist ebenfalls nur durch eine gute Ausbildung und entsprechendes Sicherheitsbewusstsein möglich. In den Vereinen wird bereits gute Ausbildungsarbeit geleistet. Um diese ehrenamtliche Arbeit auch in Zukunft zu ermöglichen, müssen zumindest für die Trainingsstrecken der Vereine angepasste Bestimmungen in Bezug auf Trainingszeit und Kontingente gelten. 1.Hilfe-Kurse sollten in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden, nur so kann im Notfall wirklich geholfen werden. Die Thematik Unterkühlung ist bei der Befahrung von großen Wasserflächen und beim Winterpaddeln besonders wichtig. Auf Wasserschifffahrtsstraßen bestehen besondere Regeln und Vorschriften. Vor Fahrtantritt muss sich jeder verantwortungsbewusste Kanute darüber informieren. Die Teilnehmer dieser gelungenen Veranstaltung sind sich einig, dass eine Zusammenarbeit mit den verschiedenen Interessengruppen vertieft werden sollte, damit ein für alle zufrieden stellendes Ziel erreicht werden kann. Bilder vom Zertifizierungskurs
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Umsetzung der FFH Richtlinien
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